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Wer ist die Heimatkreisgemeinschaft Mogilno – Strelno?

In der Heimatkreisgemeinschaft Mogilno – Strelno fühlen sich die ehemaligen Bewohner des Landkreises Mogilno im Wartheland,  früher Provinz Großherzogtum Posen verbunden.

Mit diesen Seiten wollen wir unseren Nachkommen, aber auch allen jenen, die kaum Kenntnis von dieser schönen  Landschaft haben, zeigen, wo unsere Wurzeln liegen.

Wir wollen dafür Sorge tragen, dass  die Erinnerungen an die früheren deutschen Bewohner dieses Landesteiles, deren Kultur, deren Fleiß und unerschütterliche Heimatliebe nicht verschwinden, sondern im Gedächtnis seiner ehemaligen Bewohner, deren Nachkommen  und dem deutschen Volke erhalten bleiben.

Zweck dieser Homepage ist es somit, die Erinnerung an das Deutschtum und das ehemalige deutsche Leben im Kreis Mogilno wachzuhalten. Diese Internetseiten sollen nicht nur eine wissenschaftliche Beschreibung dieses  einst deutschen  Kreises beinhalten, sondern auch Informationen, subjektive Erlebnisse und Erinnerungen aus der Heimat wiedergeben, die von der damaligen deutsche Bevölkerung verlassen werden musste. Was viele Generationen erzählten, was niedergeschrieben oder auf Fotos festgehalten wurden. Denn eingedenk des Grundsatzes, dass nur Gerechtigkeit und Wahrheit auf Dauer Frieden schaffen, kann  Versöhnung durch Verschweigen keine Lösung sein.
 

Die Geschichte der Heimatkreisgemeinschaft Mogilno - Strelno lässt sich bis auf die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückverfolgen. Nach Ende des ersten Weltkrieg und Eingliederung der Gebiete in den neugegründeten Staat Polen wurde durch gezielte Verdrängungspolitik die Zahl der Deutschen abgetretenen Gebiete Westpreußens und Posens von etwa 1.200.000 in wenigen Jahren auf 350.000 reduziert. Für die Kreise Mogilno und Strelno bedeutete dies, trotz des hohen Anteils an bäuerlicher Bevölkerung, ein Rückgang der deutschen Bevölkerung von 21.711 im Jahre 1910 auf verbliebene 8.727 im Jahre 1926.

Von den abgewanderten Deutschen aus dem Kreis Mogilno trafen sich bereits ab 1920 erste Landsleute in loser Verbindung zu Treffen in Berlin, in Hannover wurde ein Westpreußen-Verein gegründet.

Durch Flucht und Vertreibung ab Januar 1945 wurde dem Deutschtum in den Kreisen Mogilno und Strelno ein endgültiges Ende gesetzt.

Die Jahre nach der Flucht und des Wiederanfangs war für die Erlebnisgeneration noch eine Zeit vieler Gemeinsamkeiten und des Zusammenhalts. Es ging damals ums Überleben, denn mit dem Verlust der Heimat war auch vielen die Existenzgrundlage entzogen.

Während den in der russischen Besatzungszone und späteren DDR verbliebenen Landsleuten jegliche Zusammenkunft bis zur Wende 1989 verboten war, trafen sich bereits 1948 die ersten, in die westlichen Besatzungszonen geflüchteten Landsleute in Hannover.
Erste Verbindungen wurden geknüpft, zunächst durch Briefe und durch persönliche Kontakte, denn Zusammenschlüsse waren Vertriebenen und Flüchtlingen auch zu der Zeit in den westlichen Besatzungszonen verboten.
        Als die Verbote gelockert wurden, fand das erste Heimattreffen im Jahre 1951 mit über 50 Teilnehmern in Hannover statt.

Die Heimatkreisgemeinschaft hatte sich zusammengefunden.

Die Heimattreffen wurden von Jahr zu Jahr stärker frequentiert, so wurden für das im Jahr 1958 stattfindende Treffen bereits 752 Einladungen verschickt, über 500 Personen füllten die Stadthalle in Hannover. Hier traf man sich bis noch bis zum Jahr 2007 gemeinsam mit den Landsleuten aus den Kreisen Gnesen und Hohensalza.

Erste gemeinsame Fahrten in die alte Heimat waren ab den 70er Jahren möglich und wurden vielfältig genutzt. Kontakte mit den zurückgebliebenen Nachbarn und Freunden in den Heimatorten konnten wieder aufgenommen werden.


Nach der Wiedervereinigung war es auch unseren Landsleuten aus der ehemaligen „DDR“ möglich sich der Heimatkreisgemeinschaft anzuschließen. So konnten wir auf unseren Treffen ab dem Jahr 1990  viele Landsleute aus den neuen Bundesländern, insbesondere aus der Prignitz,  wieder persönlich begrüßen. Pritzwalk war den Mogilnoern als Fluchtziel vorgegeben.

Um die Verbindung der Landsleute untereinander noch zu verstärken wurde im Jahre 2002 beschlossen einen Rundbrief mit geschichtlichen und aktuellen Themen aus dem alten Heimatkreis Mogilno herauszugeben.

Nun nähern wir uns aber der Zeit nach der Erlebnisgeneration - man merkt es auch deutlich an den Teilnehmerzahlen bei den  Heimattreffen. Was wird bleiben? Hat doch die Nachkriegsgeneration andere Vorstellungen und  Verpflichtungen, die für sie heute vorrangig sind. Ist doch für die heutige Generation die Vertreibung Geschichte aus weit zurückliegender Zeit. Der Verlust von Heimat, von Vaterland und Eigentum unbekannt. Wurden diese Ereignisse doch seit Jahrzehnten relativiert und der Focus der Geschichte auf andere Geschehnisse gelenkt.
Lassen wir uns davon nicht beeindrucken, für uns von der Heimatkreisgemeinschaft bleibt das Gefühl der Zusammengehörigkeit und die Erinnerung an die Heimat.

Die Heimatkreisgemeinschaft Mogilno-Strelno ist Mitglied in der Landsmannschaft Weichsel-Warthe.